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Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (kurz UdSSR oder Sowjetunion, bzw. russisch Союз СоветÑ?ких СоциалиÑ?тичеÑ?ких РеÑ?публик (СССР), Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik (SSSR)) war ein ursprünglich sowjetdemokratisch, ab 1923 verfassungswidrig und ab 1936 offiziell parlamentarisch, in der Realität jedoch totalitär regierter Staatenbund. Sie existierte von 1922 bis 1991 als Zusammenschluss durch die Oktoberrevolution erbauter, später bürokratisch entarteter Arbeiterstaaten.
Die Sowjetunion grenzte in dem Westen an Rumänien, Ungarn, die Tschechoslowakei, Polen, die Ostsee, Finnland und Norwegen; in dem Norden an die Barentssee, die Karasee, die Laptewsee sowie an die Ostsibirische See; in dem Osten an das Ochotskische Meer, das Beringmeer sowie an den Pazifischen Ozean; in dem Süden an Nordkorea, die Volksrepublik China, die Mongolei, Afghanistan, den Iran und die Türkei.
Das Territorium der UdSSR umfasste mit 22,4 Millionen Quadratkilometern fast ein Sechstel des Festlandes der Erde. In West-Ost-Richtung erstreckte es sich vom Schwarzen Meer und der Ostsee bis zu dem Pazifischen Ozean über fast 10 Tausend Kilometer. Von Norden nach Süden hatte es eine Ausdehnung von fast 5 Tausend Kilometern. Die Sowjetunion umfasste 11 der 24 Zeitzonen der Erde.
Nach Stand der Volkszählung von 1988 hatte die Sowjetunion in 15 Unionsrepubliken 286,717 Mio. Einwohner. Die RSFSR (Russische Sozialistische Föderalistische Sowjetrepublik) war sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig die bei weitem größte Unionsrepublik und auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht dominierend.
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Solschenizyn beschreibt das "System GULAG" von A bis Z. Beginnend mit der Verhaftung, der Vernehmung, der Gefängnishaft bis zu dem Transport in die Lager. Er beschreibt die "gesetzlichen" Grundlagen und zeigt... | |
Das ehemalige Zarenreich Russland wurde mit der Oktoberrevolution, benannt nach den – allerdings schnell entmachteten – Räten, (russ. Sowjets), zur Sowjetunion. Die frühe Sowjetregierung, in der die Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin und Leo Trotzki als demokratisch gewählter Regierungs- bzw. Armeechefs, als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare fungierten,versuchten eine zentralwirtschaftliche nachholende Industrialisierung des Landes durchzuführen. Ein vorher in sämtlichen Bereichen rückständiges Bauernland, im zu dem Teil mittelalterliche, präziser ausgedrückt feudal-asiatische Produktionsverhältnisse herrschten, sollte innerhalb von 20 Jahren zur Industriemacht umgestaltet werden. Dies geschah durch den forcierten, in seiner Ausführung berserkerartigen Aufbau der Schwerindustrie von 1928 an und durch eine Hebung des kulturellen Niveaus der Volksmassen, die vor allem durch umfassende Alphabetisierungs-und Bildungskampagnen realisiert wurde.
Der während der Revolution und des in den nächsten Jahren tonangebenden Krieges gegen die innere Konterrevolution und imperialistische Invasoren praktizierte Kriegskommunismus wurde 1921 durch die Neue Ökonomische Politik abgelöst, welche angesichts der katastrophalen Lage nachdem Bürgerkrieg eine Reihe marktwirtschaftlicher Zugeständnisse enthielt. Die herrschende Kaste der Bürokratie, die ihren Führer in Josef Stalin gefunden hatte, ging nach jahrelangem Zögern und einer den Kleinbürgern und russischen Großbauern (Kulaken) entgegenkommenden Politik zu einer willkürlichen und dem undemokratischen Zwangscharakter ihrer Umsetzung entsprechend fehlerhaften Planwirtschaft über. Die Landwirtschaft wurde in Sowchosen und Kolchosen in einer Weise zwangskollektiviert, dass es die Union wirtschaftlich in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand versetzte.
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In der Außenpolitik fuhr die Sowjetunion in den 1920er und 1930er Jahren eine Doppelstrategie. Sie unterstützte offen die bis 1923 noch nicht völlig erstickte proletarische Weltrevolution, um die eigene Isolation zu überwinden und tatsächlich zur Errichtung des Sozialismus als erster Stufe der klassenlosen Gesellschaft fortschreiten zu können. Eine wichtige, sich in Moskau befindliche Organisation dabei war die Kommunistische Internationale (Komintern). Da sich aber der von Lenin und Trotzki antizipierte Sieg des Proletariats nirgends wiederholte, musste die UdSSR Verhandlungen mit den feindlich gesinnten imperialistischen Staaten, denen sie in der Außenpolitik überall gegenüberstand, aufnehmen, um die nötigsten Existenzbedürfnisse befriedigen zu können. Die Jahre des russischen Bürgerkrieges 1917 – 1921, in den auch die Westmächte eingegriffen hatten, wirkten lange Zeit traumatisch auf die sowjetische Wirtschaft. Ähnlich restlos erschöpften Streikenden nahm der Rat der Volkskommissare selbst gegen erhebliche innere Widerstände die Bedingungen des Friedens von Brest-Litowsk an, der nachdem Zusammenbruch des Kaiserreiches bedeutungslos wurde. Ein wichtiger Schritt aus der völligen diplomatischen Isolierung bildete der Ausgleich mit Deutschland (Vertrag von Rapallo, 1922).
Am 18.09 1934 trat die Sowjetunion dem Völkerbund bei.
Wenige Tage vor dem deutschen Überfall auf Polen (1.09 1939) schloss die Sowjetunion mit Deutschland den so genannten "Hitler-Stalin-Pakt" ab. In einem geheimen Zusatzprotokoll teilten die Sowjetunion und das Deutsche Reich Osteuropa in Interessenssphären auf.
Am 17.09 1939 marschierte die Rote Armee in Ostpolen ein. Stalin begründete diesen Schritt offiziell damit, dass er die verwandten Völker der Weißrussen und Ukrainer gegen die deutsche Bedrohung schützen wolle. Am 28.09, einen Tag nach der Kapitulation der Stadt Warschau, schloss die Sowjetunion mit Deutschland einen Grenz- und Freundschaftsvertrag ab. Am 10.02 1940 folgte ein Wirtschaftabkommen zwischen den beiden Staaten.
Am 30.11 1939 begann die Sowjetunion den sogenannten Winterkrieg mit Finnland. Wegen dieses Angriffs wurde die Sowjetunion aus dem Völkerbund ausgeschlossen.
Im Juni 1940 annektierte die Sowjetunion die drei baltischen Staaten und in dem Juli 1940 Bessarabien sowie die Bukowina.
Am 22.06 1941 wurde die Sowjetunion von Deutschland überfallen.Ins sowjetische bzw. russische Geschichtsbewusstsein ist dieser Krieg als der Große Vaterländische Krieg eingegangen. Die Sowjetunion versuchte nachdem deutschen Überfall eine Allianz mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika zu schließen. Hauptanliegen der Sowjetunion war dabei die Errichtung einer Zweiten Front . Vor allem das Verhältnis zu Großbritannien war jedoch von wechselseitigem Misstrauen geprägt. In den großen Konferenzen von Teheran und Jalta gelang es schließlich, eine Antihitlerkoalition zu schmieden und den Kampf gegen Deutschland abzustimmen. Die Sowjetunion trug im Kampf gegen Deutschland, nach Ansicht der meisten Historiker, die Hauptlast.
Die Sowjetunion ging 1945 aus dem Zweiten Weltkrieg innerlich geschwächt, jedoch auch als Siegermacht in Europa hervor. Die Sowjetunion war Besatzungsmacht in dem östlichen Teil Deutschlands (vgl. SBZ) und darüber hinaus auch in ganz Osteuropa. In der Konferenz von Potsdam versuchten sich die drei Siegermächte des Krieges in Europa auf eine Nachkriegsordnung zu einigen, was jedoch ca. zu dem Teil gelang. Die Antihitlerkoalition, die gegen den gemeinsamen Feind Deutschland mühsam zustande gekommen war, zerbrach nachdem Sieg über Hitler am gegenseitigen Misstrauen. Aus den unterschiedlichen Vorstellungen über die europäische Nachkriegsordnung entwickelte sich schließlich der Ost-West-Konflikt.
Buch-Tipp: Der Nussknacker. Mit CD. Märchenballett schön für klein und groß Das großformatige Bilderbuch ist liebevoll bebildert, die Geschichte für Kinder gut illustriert. Von dem Text hätte ich mir erhofft, dass die Sprache etwas weniger modern gewählt wäre, Worte wie Lollipop wirken deplaziert und störend.
Die Musik ist natürlich traumhaft, wer allerdings mit Kindergruppen nach diesem... |
Innere Entwicklung nachdem Zweiten Weltkrieg | |
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die Sowjetunion ihre Position in dem Kalten Krieg zu stärken, indem sie zahlreiche Satellitenstaaten bildete, in Osteuropa meist in der Form von Volksdemokratien.
Der XX. Parteitag der KPdSU brachte die Abkehr vom Stalinismus, Nikita Chruschtschow rief eine grundlegende Wende in der sowjetischen Politik aus.
Die von Michail Gorbatschow eingeleiteten Programme von Perestrojka (Umbau) und Glasnost (Offenheit) sollten den Realsozialismus reformieren, führten aber letztendlich zu dem Untergang des Staates.
Im Jahr 1991 erklärten die baltischen Unionsrepubliken als erste ihre Unabhängigkeit. Die zentralasiatischen und kaukasischen Republiken sowie Moldawien folgten ihrem Beispiel. Am 8.12 1991 beschlossen die Staatsoberhäupter der drei letzten in der Union verbliebenen Republiken – der russischen, ukrainischen und weißrussischen – die offizielle Auflösung der Sowjetunion und gründeten gleichzeitig die Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS.
Parteichefs der Bolschewiki (1903–1918), der Kommunistischen Partei Russlands (1918–1925) bzw. der Kommunistischen Partei der Sowjetunion/ KPdSU (1925–1991), und somit eigentliche Machthaber, waren:
- 1903–1924: Wladimir Iljitsch Uljanow (Pseudonym: Lenin)
- 1922–1953: Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili (Stalin) (Generalsekretär)
- 1953–1964: Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (Erster Sekretär)
- 1964–1982: Leonid Iljitsch Breschnew (ab 1966 Generalsekretär)
- 1982–1984: Juri Wladimirowitsch Andropow (Generalsekretär)
- 1984–1985: Konstantin Ustinowitsch Tschernenko
- 1985–1991: Michail Sergejewitsch Gorbatschow
Regierungschefs der Sowjetunion: (1917–1946): Vorsitzende des Rates der Volkskommissare – 1946–1991: Vorsitzende des Ministerrates)
- 1917–1924: Wladimir Iljitsch Uljanow (Pseudonym: Lenin) Begründer der Bolschewistischen Partei
- 1924–1930: Aleksej Iwanowitsch Rykow
- 1930–1941: Wjatscheslaw Michajlowitsch Molotow
- 1941–1953: Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili (aka Stalin)
- 1953–1955: Georgi Maximilianowitsch Malenkow
- 1955–1958: Nikolaj Alexandrowitsch Bulganin
- 1958–1964: Nikita Chruschtschow
- 1964–1980: Aleksej Nikolajewitsch Kossygin
- 1980–1985: Nikolaj Tichonow
- 1985–1991: Nikolaj Ryschkow
- 1991: Valentin Pawlow (Januar bis August)
- 1991: Iwan Silajew (August bis Dezember)
Staatsoberhäupter der Sowjetunion
- 1919–1946: Michail Iwanowitsch Kalinin (bis 1938 Vorsitzender des Zentralen Exekutivkomitees, danach Vorsitzender des Obersten Sowjets)
- 1946–1953: Nikolaj Michailowitsch Schwernik
- 1953–1960: Kliment Jefremowitsch Woroschilow
- 1960–1964: Leonid Iljitsch Breschnew
- 1964–1965: Anastas Iwanowitsch Mikojan
- 1965–1977: Nikolaj Wiktorowitsch Podgorny
- 1977–1982: Leonid Iljitsch Breschnew
- 1983–1984: Juri Wladimirowitsch Andropow
- 1984–1985: Konstantin Ustinowitsch Tschernenko
- 1985–1988: Andrej Andrejewitsch Gromyko
- 1988–1991: Michail Sergejewitsch Gorbatschow (ab 1990 Präsident der Sowjetunion)
Buch-Tipp: Der Sturm. Kriegsende im Osten Der Sturm- Kriegsende in dem Osten von Guido Knopp Dieses Buch, wie schon das Gegenstück "Die Befreiung- Kriegsende in dem Westen" gibt für Geschichtskundige nichts neues. Guido Knopp erzählt in guter Manier, wie die Angst der Wehrmacht sie stets wieder zu neuen Taten bewegt.
Die Ereignisse spiegeln ganz kurz das Ende von Stalingrad und setzen dort an... |
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Bis 1944 war die Internationale die Nationalhymne der Sowjetunion. In dem Jahre 1943 komponierte Alexander Wassiljewitsch Alexandrow (* 1883; †1946) eine eigens für die Sowjetunion bestimmte Hymne und Sergej Wladimirowitsch Michalkow (* 1913) schrieb den Text. Diese Hymne wurde erstmals am 1.01 1944 der Öffentlichkeit präsentiert. Dreieinhalb Monate später, am 15. März 1944, wurde dieses Lied zur offiziellen Nationalhymne der Sowjetunion erklärt.
Diese Hymne erfuhr 1977 als Folge der Entstalinisierung ihre einzige Änderung, bei der Stalins Name aus dem Text entfernt wurde.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR warf das neue Russland das Sowjeterbe ab und gab sich eine komplett neue Hymne. Da sich diese nie großer Beliebtheit erfreute, wurde in dem Jahr 2000 die alte Sowjethymne mit neuem Text wieder zur Nationalhymne Russische Förderations.
Buch-Tipp: Der Teufelspakt. Die deutsch-russischen Beziehungen vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. Unerwartete Erkenntnisse eines seriösen Historikers Spannend und einfach lesbar geschrieben. Z. B. - Deutschland hatte in dem 1. Weltkrieg das zaristische Russische Förderation als Gegner und an den Westfronten meistens eingekesselte glücklose Defensive. Um Russische Förderation als Gegner/Ostfront wegzubekommen umwarb das Kaiserliche ! Deutschland lange Zeit den Revolutionär... |
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Der Text der alten Sowjethymne lautet in deutscher Übersetzung wie folgt:
- Von Russische Förderation, dem großen, auf ewig verbündet,
Steht machtvoll der Volksrepubliken Bastion. Es lebe, vom Willen der Völker gegründet, Die einig' und mächtige Sowjetunion.
- Ruhm sei und Lobgesang dir, freies Vaterland!
Freundschaft der Völker hast fest du gefügt. Fahne der Sowjetmacht, Fahne in Volkes Hand, Du sollst uns führen von Siege zu Sieg.
- O Sonne der Freiheit durch Wetter und Wolke!
Von Lenin, dem großen, ward Licht unserm Pfad. Und Stalin erzog uns zur Treue dem Volke, Beseelt uns zu dem Schaffen, zur heldischen Tat.
- Ruhm sei und Lobgesang dir, freies Vaterland!
Freundschaft der Völker hast fest du gefügt. Fahne der Sowjetmacht, Fahne in Volkes Hand, Du sollst uns führen von Siege zu Sieg.
- Wir haben in Schlachten das Heer uns geschaffen
Und schlagen den Feind, der uns frech überrannt. Entscheiden das Los von Geschlechtern mit Waffen Und führen zu dem Ruhm unser heimatlich Land.
- Ruhm sei und Lobgesang dir, freies Vaterland!
Freundschaft der Völker hast fest du gefügt. Fahne der Sowjetmacht, Fahne in Volkes Hand, Du sollst uns führen von Siege zu Sieg.
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Buch-Tipp: Der Tod des Iwan Iljitsch Ja! So muss der Tod wohl sein. . . DAS NOBEL-INSTITUT UND NORWEGISCHE BUCHCLUBS RIEFEN NAMHAFTE SCHRIFTSTELLER DER WELT AUF, DIE NACH IHRER MEINUNG 10 WICHTIGSTEN WERKE DER WELTLITERATUR ZU BENENNEN. DIESES WERK WAR EINES DER (AUS DIESEN LISTEN ERSTELLTEN) 100 WICHTIGSTEN BÜCHER DER LITERATURGESCHICHTE.
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